(le/the) Pain

Jean-Daniel Brousé (FR)

Österreichische Erstaufführung

Donnerstag, 12. November 2026 | 21:00 Uhr
Freitag, 13. November 2026 | 21:00 Uhr

Jean Daniel Broussé (alias JD) ist der queere Sohn einer langen Reihe französischer Bäcker. JD ist eigentlich für das Brot bestimmt, entscheidet sich aber für den Zirkus. „(le) Pain“ ist eine spielerische Mischung aus Akrobatik, Tanz, Geschichtenerzählen, Folklore aus dem Béarn, Karaoke und Humor. Eine wilde Reise durch das Brotbacken, Queerness und das Brechen mit Traditionen – mit all der Tragik, Komik und Freude, die damit einhergehen. Ein Fest für die Lachmuskeln!

Infos

Ort: Theater im Werk am Kabelwerk
Sprache: Englisch, Okzitanisch
Dauer: 60 Minuten
Altersempfehlung: 16+

Hinweis: Nacktheit

Credits

Konzeption und Performance: Jean Daniel Broussé
Regie: Ursula Martinez
Choreografie: Leah Marojevic
Akrobatik-Berater: Charlie Wheeller
Lichtdesign: Joe Hornsby
Kostüme: Max Allen
Originalmusik: Samir Kennedy
Projektionen: Sam Williams
Videomaterial erstellt von: Jean-Daniel Broussé, Laurie Warman, Evelyne Larran
Produktion: Yellow Everything

Dank an: Betrand Broussé, Myriam Broussé, die Mitarbeiter der Boulangerie Broussé

Biografien

Jean-Daniel Broussé ist eine aufstrebende Größe sowohl in der Londoner als auch in der Marseiller Performance-Szene und arbeitet an der Schnittstelle von Zirkus, Tanz, Theater und Comedy. Nach seinem Studium der Literatur und Geschichte an der Universität Bordeaux III und der UCL London absolvierte er eine Ausbildung am National Centre for Circus Arts, wo er einen ausgeprägt multidisziplinären Ansatz entwickelte.

Seine erste Show, „Knot“, die er gemeinsam mit Nikki Rummer entwickelte, wurde international gefeiert und gewann den Preis für die beste Zirkusshow bei den Total Theatre Awards sowie den renommierten Herald Angel Award beim Edinburgh Festival. Im Laufe seiner Karriere hat JD mit zahlreichen Zirkusensembles in Frankreich und Großbritannien zusammengearbeitet, darunter Barely Methodical Troupe, Superfan, Compagnie Bestia, Compagnie Ratpack und Compagnie Gratte-Ciel. Außerdem trat er gemeinsam mit der gefeierten Künstlerin Lucy McCormick in „Life: Live“ auf.

Vor kurzem erhielt er eine persönliche Nominierung in der Kategorie „Beste männliche Darbietung“ für seine Rolle als Hades in „Ruination“, einem Tanztheaterstück, das auf der Biennale in Venedig, am Royal Opera House in London und am Théâtre de la Ville in Paris präsentiert wurde.

Er ist zudem Co-Creator von „The Shit Show“, einem frechen und anarchischen Queer-Kabarett in Marseille.

Sein Solo-Debüt “(le/the) Pain ist ein intimes und gewagtes Werk, das vom London International Mime Festival, dem Warwick Arts Centre, Jerwood Arts und dem Arts Council England koproduziert wurde.

Ursula Martinez ist eine in London ansässige Theatermacherin, die für ihre mutigen und subversiven Arbeiten bekannt ist. Nach ihrem Studium der Französischen Sprache und Theaterwissenschaft an der Lancaster University begann sie ihre Karriere in den 1990er Jahren in der Londoner Club- und Kabarettszene und machte sich mit ihrem bissigen Humor und ihrem provokativen Stil schnell einen Namen.

1998 schuf sie gemeinsam mit dem Regisseur Mark Whitelaw „A Family Outing“ – eine autobiografische Show, die beim Edinburgh Fringe gefeiert wurde und den Auftakt zu einer Trilogie bildete, die 2006 im Rahmen von Barbican B.I.T.E. präsentiert wurde.

Als produktive Künstlerin hat Martinez ein vielseitiges Œuvre entwickelt, das Theater, Performance und internationale Zusammenarbeit miteinander verbindet. Zu ihren bemerkenswerten Werken zählen „My Stories“, „Your Emails“, „Free Admission“ und „Wild Bore“, die sie gemeinsam mit Adrienne Truscott und Zoë Coombs Marr schuf. Im Jahr 2019 griff sie mit „A Family Outing – 20 Years On“ ihr erstes Stück wieder auf und trat dabei gemeinsam mit ihrer 84-jährigen Mutter auf.

Als assoziierte Künstlerin bei Duckie war sie zudem Teil des mit dem Olivier Award ausgezeichneten Phänomens „La Clique / La Soirée“. Als freiberufliche Regisseurin hat Martinez erfolgreiche Stücke für Künstlerinnen wie Lucy McCormick und Leah Shelton inszeniert. Mit ihrer einzigartigen Mischung aus Humor, Verletzlichkeit und Provokation ist sie eine wichtige Stimme in der zeitgenössischen Performancekunst.

Leah Marojevic ist eine queere, unabhängige Künstlerin mit serbischen, montenegrinischen, italienischen und britischen Wurzeln, die ursprünglich aus Südlondon stammt und heute in Berlin lebt. Ihre multidisziplinäre Arbeit umfasst Dramaturgie, Choreografie, Performance, Probenleitung, Schreiben, Lehre, Kuratieren und Mentoring, wobei ein starker Fokus auf inklusiver Praxis und Wissensaustausch liegt.

Leah unterrichtet regelmäßig für Organisationen wie „Play for Progress“ – eine in Croydon ansässige Wohltätigkeitsorganisation, die unbegleitete jugendliche Flüchtlinge unterstützt –, die La Made School in Bordeaux, das Scottish Dance Theatre und Greenwich Dance in London. Außerdem hat sie Workshops, Proben und Kurse für renommierte Institutionen und Ensembles geleitet, darunter Sasha Waltz & Guests (Berlin), Siobhan Davies Studios (London), das Gorki-Theater (Berlin) und die Sydney Dance Company.

Dank ihrer Fachkompetenz kam es in der Vergangenheit zudem zu Kooperationen mit dem Junior Ballet Geneva, dem Skånes Dansteater (Schweden), der Rambert School of Dance sowie zahlreichen Festivals und Tanzzentren in ganz Europa und Australien.

Als engagierte und leidenschaftliche Künstlerin bringt Leah ihre Erfahrung in eine Vielzahl pädagogischer und kreativer Projekte ein und inspiriert damit eine neue Generation von Tänzern und Choreografen.